#58 – Bin ich eigentlich genug?

Shownotes

Bin ich eigentlich genug?

Vielleicht kennst du dieses GefĂĽhl:

Du möchtest alles richtig machen. Du möchtest niemanden enttäuschen. Du möchtest gebraucht werden, dazugehören und geliebt werden.

Und tief in dir sitzt trotzdem diese Frage:

Bin ich eigentlich genug?

In dieser Folge erzähle ich von meiner eigenen Geschichte und davon, wie früh ich gelernt habe, mich anzupassen und Erwartungen zu erfüllen.

Als Kind wollte ich ein „liebes Kind“ sein. Ich wollte keinen Ärger verursachen und habe früh gelernt, auf andere zu achten. Später kamen schulische Leistungen, Freundschaften und der Wunsch dazu, dazuzugehören.

So kann aus Anpassung irgendwann ein Lebensmuster werden:

„Wenn ich lieb bin, bin ich gut genug.“

„Wenn ich leiste, bin ich wertvoll.“

„Wenn ich es allen recht mache, werde ich geliebt.“

Aber Jesus stellt unseren Wert nicht auf diese Grundlage.

Epheser 2,8–9 erinnert uns daran, dass wir aus Gnade gerettet sind – nicht aufgrund unserer eigenen Leistungen.

Und genau darin liegt eine unglaubliche Freiheit:

Ich muss meinen Wert nicht verdienen.

Ich darf Fehler machen.

Ich darf Grenzen haben.

Ich darf Nein sagen.

Ich darf lernen.

Ich darf noch nicht fertig sein.

Und ich darf trotzdem geliebt sein.

Fragen zum Nachdenken

Wann habe ich selbst das GefĂĽhl, nicht genug zu sein?

In welchen Situationen passe ich mich besonders stark an?

Was glaube ich in diesen Momenten ĂĽber meinen eigenen Wert?

Versuche ich manchmal, mir Liebe oder Anerkennung durch Leistung zu verdienen?

Wo habe ich gelernt: „Ich muss lieb sein, damit alles gut bleibt“?

Was würde sich verändern, wenn ich meinen Wert nicht mehr von der Meinung anderer abhängig machen würde?

Was glaube ich, wie Jesus mich in meiner ganzen Geschichte sieht?

Kann ich glauben, dass ich bei Gott angenommen bin, auch wenn ich nicht alles richtig mache?

Vielleicht nimm dir heute eine dieser Fragen mit und werde einen Moment still.

Nicht, um dich selbst zu optimieren.

Sondern um dich von Jesus ansehen zu lassen.

Ein Gedanke zum Mitnehmen

Ich muss meinen Wert nicht verdienen. Ich darf leben, weil ich geliebt bin.

Bibelstellen

Epheser 2,8–9

Johannes 21,15–19

Psalm 139,13–18

Römer 8,38–39

Einladung zur Zellgruppe

Vielleicht merkst du beim Hören dieser Folge, dass du mit manchen Fragen nicht alleine bleiben möchtest.

In einer Zellgruppe darfst du ehrlich sein, Fragen stellen, gemeinsam in der Bibel lesen, beten und erleben, dass Glaube nicht bedeutet, schon auf alles eine Antwort zu haben.

Wenn du gerne einmal dabei sein möchtest oder mehr über eine Zellgruppe erfahren möchtest, schreib mir gerne:

đź“© jennifer@johannaglaubt.org

Ich freue mich, von dir zu hören. ❤️

Transkript anzeigen

00:00:00: Was passiert, wenn ich nicht mehr beweisen muss, dass ich wertvoll bin?

00:00:04: Vielleicht hast du dich diese Frage auch schon mal einmal gefragt.

00:00:07: Bin ich eigentlich genug?

00:00:10: Bin ich genug fĂĽr andere?

00:00:11: Bin Ich genug als Partnerin, Mutter, Freundin oder Kollegin?

00:00:16: Bin Ich gut genug im Glauben?

00:00:18: und vielleicht kennst Du dieses GefĂĽhl das Du Dich immer wieder anstrengen musst um Deinen Platz zu behalten!

00:00:25: Noch ein bisschen mehr leisten, noch geduldiger sein... Noch mehr fĂĽr andere da sein, noch besser funktionieren.

00:00:33: und irgendwann merkst du ich bin mĂĽde davon.

00:00:37: Ständig beweisen zu müssen dass ich genug bin.

00:00:41: Wenn ich heute darĂĽber nachdenke woher dieses GefĂĽhl bei mir kommt dann fĂĽhrt mich mein Weg ziemlich weit zurĂĽck.

00:00:48: Ich bin bei meiner Mutter aufgewachsen die psychisch krank war Und als Kind habe ich sehr früh gelernt ich muss ein liebes kind sein Denn wenn ich nicht lieb war, konnte es passieren dass meine Mutter völlig ausrastete.

00:01:01: Also habe ich mich angepasst.

00:01:04: Ich habe versucht ihren Erwartungen zu erfĂĽllen.

00:01:07: Ich wollte keinen Ärger machen!

00:01:09: Ich wollte das es ihr gut geht und manchmal hatte ich auch das GefĂĽhl auf sie aufpassen zu mĂĽssen.

00:01:16: Unbewusst habe ich dabei etwas gelernt.

00:01:20: Wenn ich lieb bin, bin ich gut genug kann etwas Schlimmes passieren.

00:01:28: FĂĽr ein Kind ist das eine ziemlich groĂźe Verantwortung.

00:01:32: Später, als ich bei meinen Großeltern war, war dieses Gefühl nicht einfach verschwunden – es gab Dinge über die niemand etwas wissen sollte!

00:01:40: Und als ich ungefähr zwölf oder dreizehn Jahre alt war und ... Ich den Wunsch äußerte zu meinem Vater ziehen zu wollen wurde mir sogar Angst gemacht.

00:01:50: Wenn ich zu meinem Vater gehe könnten Oma und Opa sterben, meine Mutter würde wieder psychisch krank werden.

00:01:57: Als Kind kann man solche Dinge kaum einordnen – und man lernt daraus!

00:02:02: Meine Entscheidungen haben Auswirkungen fĂĽr alle anderen, ich muss aufpassen, ich darf niemanden

00:02:09: enttäuschen.".

00:02:10: Später in der Schule bekam das Ganze noch eine andere Form.

00:02:14: Dort wurden Leistungen bewährt.

00:02:16: Noten zeigen dir scheinbar wie gut du bist….

00:02:19: Ich habe eine Leserechtrebschwäche und hatte deshalb gerade in Deutsch oft schlechte Noten.

00:02:25: Und auch, wenn man rational weiĂź dass eine Note nicht den Wert eines Menschen bestimmt als Kind fĂĽhlt es sich manchmal anders an.

00:02:35: dann steht da eine schlechte Note und in einem kleinen Kopf kann daraus schnell werden.

00:02:41: ich bin schlecht Nicht!

00:02:43: Ich hatte Schwierigkeiten sondern mit mir stimmt etwas nicht Und auch bei Freunden habe ich später immer wieder versucht, mich anzupacken.

00:02:54: Ich wollte dazugehören!

00:02:56: Ich wollte gemocht werden... ...ich wollte nicht auĂźen stehen.

00:03:01: Also habe ich euch manchmal so sehr danach gerichtet was andere von mir erwarten dass sich irgendwann selbst gar nicht mehr richtig wusste.

00:03:10: wer bin ich eigentlich.

00:03:11: vielleicht sieht eine Geschichte ganz anders aus aber vielleicht kennst du dieses GefĂĽhl trotzdem.

00:03:17: Du versuchst es einrecht zu machen.

00:03:21: Du sagst ja, obwohl du nein meinst – du passt dich an!

00:03:24: Du willst niemanden enttäuschen?

00:03:26: Du möchtest gebraucht werden?

00:03:27: Du möchtest geliebt

00:03:28: werden?".

00:03:29: Und irgendwo darunter sitzt diese leise Frage «Bin ich überhaupt gut genug?

00:03:36: Wenn ich einfach nur ich selbst bin?».

00:03:39: Ich kenne diese Frage und ich glaube viele Menschen tragen sie viel länger mit sich herum als ihnen bewusst ist.

00:03:48: Viele von uns haben irgendwann gelernt, dass eine Erkennung mit Leistungen zusammenhängt.

00:03:52: Wenn ich etwas gut mache, werde ich gelobt!

00:03:55: Wenn ich was heils mache, werd' ich kritisiert... wenn ich funktioniere bin ich willkommen und wenn nicht funktioniere?

00:04:02: Dann bekomme ich vielleicht das GefĂĽhl, nichts zu genĂĽgen.

00:04:05: Dieses Denken kann sich sogar in unserem Glauben einschleichen.

00:04:14: Ich muss ein besserer Christ sein und plötzlich wird aus Beziehung wieder

00:04:22: Leistungen.".

00:04:22: Wenn wir auf Jesus schauen, entdecken wir etwas ganz anderes.

00:04:26: Jesus hat Menschen nicht erst dann angenommen wenn sie ihr Leben im Griff hatten.

00:04:31: Er ging zu Menschen die gescheitert waren – zum Menschen mit Schuld, zum Menschen die von anderen abgeschrieben wurden, zu Menschen, die sich selbst vielleicht längst aufgegeben hatten.

00:04:45: bringen erst dein Leben in Ordnung, dann können wir reden.

00:04:50: Jesus ging auf sie zu!

00:04:51: Das bedeutet nicht dass Jesus Schuld oder falsches Verhalten einfach gut heiĂźt aber er trennt unseren Wert von unserer Leistung.

00:05:00: Du bist nicht wertvoll weil du alles richtig machst.

00:05:03: Du bist wertvoll Weil Gott dich geschaffen hat und dich liebt.

00:05:08: Ich möchte dabei auch ehrlich sein.

00:05:11: ich kann heute nichts sagen das sich dieses Thema komplett hinter mir gelassen habe.

00:05:15: Ich glaube, manche Muster begleiten uns lange.

00:05:19: Aber Jesus hat angefangen etwas in mir zu verändern und auch als ich selbst Kinder bekommen habe, hat sich mein Blick auf mich selbst verändert.

00:05:29: Plötzlich wurde mir noch bewusst da dass ein Kind nicht deshalb wertvoll ist weil es funktioniert.

00:05:36: Ein Kind ist wertvoll weil es da ist!

00:05:39: Und irgendwann hab' ich angefangen diese Wahrheit auch fĂĽr mich selbst anzunehmen.

00:05:44: Nicht immer perfekt, nicht von heute auf morgen aber Schritt fĂĽr Schritt.

00:05:48: Ich darf mich selbst annehmen ich darf Fehler machen!

00:05:52: Ich darf Grenzen haben, ich darf Nein sagen und muss nicht jedem gefallen.

00:05:58: Und ich muss mich nicht ständig verbiegen damit andere mich

00:06:02: mögen.".

00:06:03: Die Bibel sagt in die Felser zwei vers acht bis neun Denn aus Gnade seid ihr gerettet.

00:06:09: durchglauben und das nicht aus euch Gottesgabe ist es nicht aus Werken, damit niemand sich rĂĽhme.

00:06:19: Das bedeutet du kannst dir Gottes Liebe nicht verdienen und du musst es auch nicht.

00:06:25: Gnade ist ein Geschenk!

00:06:27: Nicht eine Belohnung fĂĽr gutes Verhalten, nicht etwas das du bekommst wenn du endlich alles richtig gemacht hast.

00:06:36: Gott kommt dir entgegen, obwohl du nicht perfekt bist.

00:06:40: Vielleicht müssen wir deshalb unsere Frage ändern!

00:06:44: Nicht mehr bin ich genug sondern darf sich glauben dass ich bei Gott angenommen bin.

00:06:52: das ist etwas anderes denn wenn mein Wert davon abhängt wie gut Ich Bin werde ich immer Angst haben nichts zu genügen.

00:07:00: aber Wenn Mein Wert in Gottes Liebe gegründet ist darf ich wachsen ohne mich ständig selbst verurteilen zu müssen.

00:07:08: Ich darf Fehler machen, ich darf umkehren, ich durfte lernen... Ich darf noch nicht fertig sein!

00:07:15: Schau dir Petrus an!

00:07:16: Petrus wollte Jesus unbedingt treu sein und dann kann die Situation in der er Jesus dreimal verleugnete.

00:07:25: Was fĂĽr ein Versagen?

00:07:27: Vielleicht hätte Petrus danach denken können.

00:07:29: jetzt bin ich raus Jetzt kann Jesus mich nicht mehr gebrauchen.

00:07:34: Aber genau das passiert nicht.

00:07:36: In Johannes XXI begegnet Jesus Petrus nach seiner Verleugnung wieder.

00:07:40: Jesus schreibt Petrus nicht ab, er stellt die Beziehung wieder her und später bekommt Petrus sogar einen Auftrag – sein Versagen war nicht das Ende seiner Geschichte!

00:07:51: Und vielleicht mĂĽssen wir das auch fĂĽr uns und unser eigenes Leben lernen?

00:07:56: Vielleicht hast du Dinge getan auf die du jetzt nicht stolz bist?

00:08:04: die du heute anders treffen wĂĽrdest.

00:08:06: Vielleicht gibt es Verletzungen, die dir andere Menschen zugefĂĽgt haben?

00:08:11: Vielleicht gibt's Bereiche in deinem Leben, in denen du immer wieder denkst – da bin ich einfach nicht genug!

00:08:19: Aber deine Geschichte ist nicht dein Wert.

00:08:20: Deine Fehler sind nicht deine Identität, deine Verletzung sind nicht meine Identität und deine Leistung ist nicht deine Und du bist mehr als das, was du geleistet oder nicht geleistete hast.

00:08:38: Vielleicht ist heute genau die Einladung Jesus an dich!

00:08:43: Du musst nicht mehr versuchen Dich selbst zu retten.

00:08:47: Du musst nichts mehr beweisen dass du gut genug bist.

00:08:51: Du darfst zu ihm kommen mit Deiner Stärke aber auch mit deiner Schwäche Mit deinem Glauben Aber auch mit deinen Fragen Mit deinen guten Entscheidungen Aber auch mit deiner Schuld.

00:09:06: Jesus kennt deine ganze Geschichte und trotzdem sagt er, komm.

00:09:09: vielleicht nimmst du dir heute ein paar Minuten Zeit und schreibst einmal auf.

00:09:14: Ich habe oft das GefĂĽhl nicht gut genug zu sein.

00:09:17: wenn Und dann?

00:09:21: Was glaube ich in diesem Moment ĂĽber meinen Wert?

00:09:27: Und schlieĂźlich was wĂĽrde Jesus mir an dieser Stelle sagen?

00:09:32: Nicht was dein innerer Kritiker sagt Nicht was andere vielleicht gesagt haben, sondern... Was?

00:09:40: Entdecke ich ĂĽber Gottes Liebe wenn ich auf Jesus schaue.

00:09:44: Vielleicht merkst du dabei Ich muss nicht perfekt sein, ich darf wachsen!

00:09:48: Ich darf Fehler machen und Hilfe annehmen Und vor allem ich darf geliebt sein bevor ich etwas geleistet habe.

00:09:57: Vielleicht wirst Du diese Frage nicht an einem einzigen Tag los Vielleicht kommt sie immer wieder Aber vielleicht kannst Du ihr irgendwann eine andere Wahrheit entgegensetzen.

00:10:09: Ich muss meinen Wert nicht

00:10:11: verdienen.".

00:10:12: Jesus hat mich nicht deshalb geliebt, weil ich genug war.

00:10:16: Er liebt mich und aus dieser Liebe heraus darf ich wachsen – und genau darin liegt ein großer Unterschied!

00:10:35: weil plötzlich alles aus unserer Vergangenheit verschwunden ist.

00:10:40: Sondern, weil wir lernen dĂĽrfen unsere Geschichte mit anderen Augen zu sehen.

00:10:45: und vielleicht bin ich auch heute noch auf diesem Weg aber ich weiĂź inzwischen Ich muss nicht mehr das liebe Kind sein Das alles richtig macht damit es geliebt wird!

00:10:59: Ich darf einfach ich sein Und ich darf lernen mich selbst mit den Augen Jesus zu sehen.

00:11:07: Ich möchte beten und wenn du magst, bete mit mir, Jesus!

00:11:15: Manchmal habe ich Angst nicht genug zu sein – Nicht gut genug, nicht stark genug, Du kennst meine Geschichte, du kennst auch die Dinge, die mich geprägt haben.

00:11:50: Und die Muster, die ich bis heute mit mir herum trage!

00:11:57: Bitte hilf mir immer mehr zu verstehen, dass mein Wert nicht davon abhängt was Ich leiste und wie gut ich die Erwartungen anderer erfülle.

00:12:14: Danke das ich bei dir nicht funktionieren muss.

00:12:21: Dass ich mit meiner ganzen Geschichte zu dir kommen darf.

00:12:26: Danke, dass meine Fehler nicht meine Identität bestimmen.

00:12:32: Danke das ich nicht perfekt sein muss um von dir geliebt zu werden.

00:12:41: Hilf mir mich selbst immer mehr mit deinen Augen zu sehen und hilf mir aus deiner Liebe herauszuleben und nicht ständig darum zu kämpfen!

00:13:03: Und vielleicht merkst du gerade, das ist genau mein Thema.

00:13:07: Vielleicht möchtest Du darüber sprechen wie es ist immer das Gefühl zu haben funktionieren oder genug leisten zu müssen?

00:13:16: Dann möchte ich Dich ganz herzlich in eine Zellgruppe einladen!

00:13:27: Gemeinsam können wir entdecken, was Gottesliebe mit unserem Selbstbild und unserem Leben macht.

00:13:33: Wenn du Interesse an einer Zellgruppe hast, schreib mir gerne per E-Mail.

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