#34 – Wenn Schmerz dich von Gott trennt und du plötzlich ganz allein bist
Shownotes
- Meine Kindheit zwischen katholischer und evangelischer Gemeinde
- Die besondere Beziehung zu meiner Tante Marion
- Der Verlust durch einen schweren Unfall
- Allein mit Trauer – niemand, der darüber spricht
- Zerbruch, Fragen und Zweifel an Gott
- Warum Gebete scheinbar unbeantwortet bleiben
- Mein innerer Rückzug und die Abwendung von Gott
- Erste Schritte in ein anderes Leben (Rauchen, Beziehungen)
- Hoffnung trotz Schmerz – Gott ist nahe
- Einladung in die Zellgruppe für Gemeinschaft und Austausch
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00:00:00: Ich bin als Kind, ganz klassisch in die katholische Kirche hineingewachsen.
00:00:26: Gruppe von der Diakonie für alleinerziehende Mütter.
00:00:29: Diese
00:00:29: Zeit hat mich sehr geprägt, dort habe ich gesehen wie Menschen sich gegenseitig stärken, wie Gemeinschaft entsteht, Frauen die sich treffen, sich austauschen und sich gegeseitig unterstützen.
00:00:40: Einige haben dort sogar den Weg zurück ins Arbeitsleben gefunden.
00:00:44: Für mich war es auch ein Geschenk!
00:00:45: Ich konnte meine Mama dorthin bringen und hatte dadurch selbst wieder Raum einfach kind zu sein.
00:00:53: frei sein.
00:00:53: Ich glaube genau dort ist in meinem Herzen etwas entstanden, der Wunsch selbst einen Ort zu schaffen an dem Menschen sich angenommen
00:01:02: fühlen.".
00:01:02: Wenn ich heute zurückblicke sehe auch besondere Momente die ich damals noch gar nicht einordnen konnte.
00:01:09: eine Situation habe ich ja schon erzählt mit dem Engel am Fahrrad.
00:01:13: Ich musste mit dem Geld aus der Sparlose meiner Mutter einkaufen gehen.
00:01:17: Am Ende hatte ich so viele Sachen, dass sich sie gar nicht tragen konnte.
00:01:21: Und plötzlich dann vor dem Einkaufsladen eine Frau.
00:01:24: Sie hat mir geholfen, mir die Sachen bis nach Hause zu bringen
00:01:28: und als ich mich an der Tür noch einmal umdrehen wollte um mich zu verabschieden war sie einfach weg!
00:01:35: Ich war viel
00:01:36: draußen
00:01:36: als Kind.
00:01:37: Ich hatte die Freiheit überall zu sein und habe viel mit meinen Freunden gespielt aber Zuhause war es manchmal anders.
00:01:44: Meine Mama hat viel geschlafen und hatte oft keine Zeit für mich.
00:01:49: Gerade an den Wochenenden habe ich viel von dem Fernseher gesessen, eins hat sie aber immer geschafft.
00:01:55: es gab ein warmes Mittagessen und das war nicht selbstverständlich.
00:01:58: trotzdem hat mir etwas gefehlt Zuneigung Nähe und Zeit.
00:02:03: Und dann gab es meine tante Marion.
00:02:05: Sie war für mich ein ganz besonderer Mensch.
00:02:08: sie hat mich gesehen sie hat sich abgeholt Zeit mit mir verbracht Ausflüge mit mir gemacht.
00:02:14: Ich habe sie wirklich vom Herzen geliebt.
00:02:16: Sie hatte einen schwarzen Käfer und ich erinnere mich heute noch genau daran, wie er sich angehört
00:02:22: hat und wie er riecht
00:02:24: wenn man mit ihm fährt – diese Momente mit ihr!
00:02:27: Das waren für mich die schönsten Erinnerungen meiner Kindheit neben der Zeit mit meiner Oma und meinen Freundinnen.
00:02:34: Ich weiß gar nicht ob meine Tante
00:02:36: gläubig war oder nicht
00:02:38: aber sie hat mir Liebe geschenkt und manchmal zeigt sich Gott
00:02:41: genauso.".
00:02:43: durch Menschen, doch als ich zwölf Jahre alt war passierte etwas das mein Leben verändert hat.
00:02:49: Meine Tante Marion hatte einen schweren Verkehrsunfall und damit habe ich nicht nur sie verloren sondern irgendwie auch meine ganze
00:02:57: Familie.
00:02:58: Meine Oma, meine Tante Petra – Sie hat mich das letzte Mal im Arm genommen war da einfach nichts mehr.
00:03:05: Auch meine Mutter konnte mit mir nicht darüber reden, mein Großvater sowieso nicht.
00:03:09: und so stand ich plötzlich mit dieser Trauer ganz alleine dar.
00:03:13: Ich bin innerlich ganz tief zerbrochen!
00:03:16: Ich bin viel Fahrrad gefahren habe geweint und habe zu Gott gesagt lieber Gott wenn es dich gibt warum passiert das alles?
00:03:24: Ich hab
00:03:24: damals viel dafür gebetet dass meine Mama wieder gesund wird aber das ist nicht passiert.
00:03:30: Ich habe mich sehr gewünscht dass sie mir mehr Nähe und Zuneigung gibt.
00:03:34: Aber auch das blieb aus!
00:03:36: Heute, als Erwachsene versteh ich vieles anders.
00:03:39: Ich glaube, dass Gott an meiner Mama gewirkt hat aber, dass sie durch ihre Krankheit vielleicht nicht konnte.
00:03:45: Damals hab' ich angefangen mich von Gott abzuwenden.
00:03:48: Ich habe angefangen zu rauchen.
00:03:50: Mit vierzehn hatte ich meinen ersten Freund mit sechzehn dann meine erste richtige Beziehung.
00:03:55: Und dann kam eine tiefe Krise.
00:03:57: die Beziehungen ging in die Brüche und ich bin noch weiter abgerutscht an dem ich gesagt habe, nein es kann keinen Gott geben.
00:04:05: und ich habe Gott ganz bewusst den Rücken zugedreht.
00:04:08: Und vielleicht kennst du
00:04:10: genau dieses Gefühl, dieses Zerbrechen diese Fragen, dieser
00:04:15: Einsamkeit in der Bibel steht.
00:04:18: Der Herr ist nahe denen die zerbrochene Herzen sind und hilft denen die zerschlagendes Gemüth haben, Psalm Weiche nicht, denn ich bin Dein Gott.
00:04:34: Ich stärke Dich!
00:04:35: Ich helfe Dir auch.
00:04:36: Ich halte Dich durch die rechte Hand meiner
00:04:39: Gerechtigkeit.".
00:04:41: Jesaja, einundvierzig fährst zehn Auch wenn ich das damals nicht fühlen konnte.
00:04:47: Heute weiß ich, Gott war da
00:04:49: Und wenn Du gerade an so einem
00:04:50: Punkt bist Dann möchte ich jetzt mit Dir beten Herr du siehst Die zerbrochenen Herzen.
00:04:57: Du siehst den Schmerz Den wir als Kinder erlebt haben die Trauer, die wir nicht in Worte fass konnten und die Fragen auf die wir keine Antworten bekommen haben.
00:05:08: Ich bringe dir
00:05:09: all das hin – jede Träne, jede Enttäuschung, jede Einsamkeit!
00:05:15: Auch dann wenn ich dich nicht verstanden
00:05:18: habe
00:05:18: warst du da.
00:05:20: Auch dann, wenn ich mich von dir abgewendet habe hast du mich nicht losgelassen.
00:05:25: Heile du dass was in mir zerbrochen
00:05:28: ist.".
00:05:29: Fülle die Lehre mit Deiner Liebe
00:05:31: und hilf mir zu erkennen, dass du selbst im Schmerz da bist.
00:05:36: In Jesu Namen
00:05:37: Amen!
00:05:37: Und wenn Du merkst, das Dich das berührt, dass Du vielleicht an manchen Stellen Dich wiederfindest, dann möchte ich Dich vom Herzen einladen.
00:05:48: Du musst da nicht alleine durchgehen – wir haben eine Zellgruppe gegründet einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen ehrlich sein dürfen, Fragen stellen können und gemeinsam Glauben erleben.
00:05:59: Einen Ort an dem du angenommen bist – genauso wie du bist!
00:06:04: Wenn du spürst
00:06:05: das,
00:06:05: dass etwas für dich sein könnte, dann melde ich gerne bei mir.
00:06:09: Du erreist mich per Email unter jennifer at JohannaGlaubt.org oder über Facebook & Instagram unter Johanna Glaube.
00:06:17: Ich würde mich riesig freuen, Dich kennenzulernen.
00:06:19: auch Wenn ich katholisch aufgewachsen bin und dort regelmäßig war, war die evangelische Gemeinde gleichzeitig ein fester Teil meines Lebens.
00:06:28: Und wie es danach in meinem Leben weiterging?
00:06:31: Das erzähle ich dir im nächsten Teil!
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