# 24 Nicht klauen – du wirst es nicht brauchen
Shownotes
In dieser Folge geht es um das 7. Gebot und die Frage, wie es heute klingt – jenseits von Druck und Moral.
📖 Bibelstellen in dieser Folge: – 2. Mose 20,15 – „Du sollst nicht stehlen“ – Hesekiel 36,27 – Gott wirkt in uns, damit wir seinen Weg gehen können
✨ Themen dieser Episode: – Warum wir heute oft nicht Geld, sondern Zeit, Aufmerksamkeit oder Vertrauen „stehlen“ – Weshalb Gebote bei Gott keine Forderung, sondern eine Verheißung sind – Wie Beziehung zu Gott Veränderung möglich macht – Gebet als Ort der Fülle statt der Anstrengung – Gemeinsames Gebet mit Fürbitte und Dank
🤍 Einladung: Du musst nichts leisten. Diese Folge lädt dich ein, mit Gott zu gehen – ehrlich, müde, offen. Wenn dich diese Episode berührt hat, teile sie gern mit jemandem, der glaubt, alles allein schaffen zu müssen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn heute ein Handy klingeln würde und Gott wäre dran, dann würde er beim siebten Gebot vielleicht sagen, du sollst nicht stehlen.
00:00:06: Auch nicht leise, auch nicht nett verpackt.
00:00:09: Auch nicht mit einer guten Begründung.
00:00:12: Stehlen klingt alt, fast harmlos.
00:00:14: Und doch trifft dieses Gebot mitten in unserem Alltag.
00:00:17: Du sollst nicht stehlen.
00:00:19: Mehr, sagt Gott erst einmal nicht.
00:00:21: Kein Zusatz, kein Aber, kein Drohnen.
00:00:24: Und trotzdem steckt so viel mehr darin, als wir auf dem ersten Blick hören.
00:00:29: Denn heute wird selten Geld gestohlen.
00:00:32: Heute nehmen wir uns Zeit, die uns eigentlich nicht gehört.
00:00:36: Aufmerksamkeit, obwohl jemand gerade unser offenes Ohr gebraucht hätte.
00:00:42: Kraft von anderen, weil wir selbst leer sind.
00:00:45: Ideen, Anerkennung, manchmal sogar Vertrauen.
00:00:48: Ich kenne das aus meinem eigenen Leben.
00:00:51: Nicht weil ich böse bin, sondern weil ich müde bin, weil ich innerlich leer bin und trotzdem funktionieren will.
00:00:57: Da nehme ich mir etwas, obwohl ich eigentlich schenken sollte.
00:01:01: Und genau hier wird Gott ganz anders, als viele ihn gelernt haben.
00:01:07: Er steht nicht da mit erhobenen Zeigefinger und sagt, reist dich zusammen, streng dich mehr an.
00:01:13: Sondern Gott kommt genau an dieser Stelle und sagt leise, wenn du mit mir gehst, wirst du es halten können.
00:01:20: Ich helfe dir dabei.
00:01:22: Die Bibel sagt an einer Stelle etwas sehr Tröstliches.
00:01:26: In Helsinki, Kapitel thirty-six, Vers siebenundzwanzig.
00:01:30: Dort spricht Gott.
00:01:32: Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr in meiner Ordnung lebt.
00:01:39: Das heißt, Gott fordert nicht etwas von uns, ohne uns dabei zu helfen.
00:01:44: Er wirkt in uns.
00:01:46: Gott weiß, dass kein Mensch ein Gebot aus eigener Kraft leben kann.
00:01:50: Darum gibt er uns keine Regeln zum Abarbeiten, sondern bietet Beziehung an.
00:01:56: Er geht nicht vor uns mit Druck und nicht hinter uns mit Kontrolle.
00:02:01: Er geht neben uns.
00:02:03: Schritt für Schritt mit Geduld, mit Liebe.
00:02:05: Wir stehlen meistens nicht, weil wir schlecht sind.
00:02:08: sondern weil wir glauben, dass es für uns nicht reicht.
00:02:11: Nicht genug Zeit, nicht genug Liebe, nicht genug Anerkennung, nicht genug Kraft.
00:02:17: Und Gott sagt nicht, dann streng dich mehr an.
00:02:21: Er sagt, bleib bei mir.
00:02:23: Ich versorge dich.
00:02:24: Wenn du mit mir gehst, wirst du nicht nehmen müssen.
00:02:28: Was dir nicht gehört.
00:02:30: Nicht, weil du plötzlich perfekt bist, sondern weil du gefüllt bist.
00:02:35: Weil du getragen bist.
00:02:37: weil du nicht mehr aus Mangel leben musst.
00:02:39: Vielleicht klingt das siebte Geburt heute eher so.
00:02:42: Du wirst ehrlich leben, weil du dich nicht mehr beweisen musst.
00:02:47: Du wirst achtsam sein, weil du gehalten bist.
00:02:51: Du wirst geben können, weil ich dir genug gebe.
00:02:54: Und genau an dieser Stelle möchte ich jetzt beten.
00:02:58: Wenn du magst, kannst du ganz ruhig bleiben und einfach mit mir gemeinsam beten.
00:03:05: Ich komme jetzt zu dir.
00:03:09: So wie ich bin, du kennst mein Herz.
00:03:13: Du kennst meine Müdigkeit und auch die Stellen, an denen ich leer geworden bin.
00:03:20: Danke, dass ich bei dir nichts beweisen muss.
00:03:25: Danke, dass du mich siehst und dass deine Liebe nicht an meiner Leistung hängt.
00:03:35: Ich bitte dich für mich, und für jeden Menschen, der gerade zuhört.
00:03:41: Dort, wo wir aus Mangel leben, Fülle du uns.
00:03:48: Dort, wo wir aus Angst nehmen, Lehre uns zu vertrauen.
00:03:54: Dort, wo wir müde geworden sind, Schenke du neue Kraft.
00:04:01: Ich bitte dich auch für die Menschen um uns herum, für die, die sich übergangen fühlen.
00:04:07: für die, denen Zeit, Aufmerksamkeit oder Wertschätzung gefehlt hat.
00:04:14: Berühre ihre Herzen und schenke Heilung, wo Vertrauen verletzt wurde.
00:04:22: Und ich danke dir, Gott, für alles, was du uns schon gegeben hast, für Versorgung, die wir oft gar nicht bemerken, für Menschen, die uns begleiten, für deine Geduld mit uns.
00:04:38: Für deine Nähe, die bleibt, auch wenn wir stolpern.
00:04:44: Hilf uns heute, mit dir zu gehen.
00:04:47: Nicht unter Druck, sondern aus Liebe.
00:04:51: Nicht aus Angst, sondern aus Vertrauen.
00:04:54: Wir legen diesen Tag in deine Hände.
00:04:58: In Jesu Namen.
00:05:00: Amen.
00:05:02: Und für heute gibt es keine Aufgabe, nur diese Einladung.
00:05:08: Gehe heute bewusst einem Moment mit Gott.
00:05:11: Sag ihm, wo du müde bist, wo du leer bist, wo du Hilfe brauchst.
00:05:18: Und lass ihn das tragen.
00:05:20: Wenn diese Worte dich berührt haben, dann teile diese Folge mit jemanden, der glaubt, alles alleine schaffen zu müssen.
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