#22 Wenn Worte töten – und wir es kaum bemerken
Shownotes
Was bedeutet „Du sollst nicht töten“ wirklich? In dieser Podcastfolge schauen wir gemeinsam hinter ein Gebot, das viele von uns vorschnell abhaken. Es geht um Worte, die verletzen, um Gedanken, die zerstören können – und auch um das reale, physische Leben, das Gott schützen will.
Mit persönlichen Beispielen, alltagsnahen Situationen und einem Blick auf Jesu Worte wird deutlich: Dieses Gebot ist kein fernes Gesetz, sondern eine Einladung, Leben zu bewahren – bei anderen und bei uns selbst.
Bibelstellen in dieser Folge: – 2. Mose 20,13 – Matthäus 5,21–22
Am Ende wartet ein Gebet und eine persönliche Frage, die dich mit in deinen Alltag begleiten darf.
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute geht es in meinem Podcast darum, wenn Worte töten und wir es kaum bemerken.
00:00:05: Es braucht keine Gewalt, um etwas in einem Menschen zu zerstören.
00:00:09: Manchmal reichen Worte.
00:00:11: Oder schweigen.
00:00:13: Oder dieses ständige Gefühl nicht richtig zu sein.
00:00:16: Ich habe Situationen erlebt, da wurde ich nicht angeschrien.
00:00:20: Aber Übergang.
00:00:22: Nicht, beschimpft, aber immer wieder korrigiert, verbessert, relativiert.
00:00:28: Und irgendwann passiert etwas.
00:00:30: Man wird leiser, man traut sich weniger, man zieht sich innerlich zurück.
00:00:36: Vielleicht erkennst du dich hier wieder oder jemand aus deinem Unfält.
00:00:40: Ein Kind hört immer wieder, jetzt stell dich nicht so an und lernt das Gefühl stören.
00:00:47: Eine Frau bekommt ständig gut gemeinte Sätze zu hören wie, so sensibel darfst du das nicht sehen.
00:00:55: Und beginnt sich selbst nicht mehr ernst zu nehmen.
00:00:58: In einer ehe fallen Worte im Streit wie, du bist immer so.
00:01:03: Oder mit dir kann man einfach nicht reden.
00:01:06: Und etwas im Herzen stirbt langsam ab.
00:01:09: Oder wir selbst sagen uns Sätze wie, ich krieg das eh nicht hin, mit mir stimmt etwas nicht, andere sind viel weiter als ich.
00:01:18: Das sind keine harmlosen Gedanken.
00:01:20: Das sind Worte, die Leben nehmen.
00:01:23: Stück für Stück.
00:01:25: Auch schweigen kann töten.
00:01:27: Manchmal ist es nicht das Gesagte, sondern das Ungesagte.
00:01:33: Wenn niemand widerspricht, wenn jemand klein gemacht wird, wenn wir wegsehen oder wir merken, dass jemand leidet.
00:01:41: Auch das lässt Leben verkümmern.
00:01:44: Und ja, es geht auch um das physische Leben.
00:01:48: Bei all dem dürfen wir eins nicht ausklammern.
00:01:52: Das fünfte Gebot spricht auch ganz klar vom realen physischen Töten.
00:01:57: Von Gedanken wie, der soll am besten nicht mehr da sein, von Fantasien jemand etwas anzutun, von Wut, die so groß wird, dass sie zerstören will.
00:02:08: Und auch von Gedanken, die sich gegen uns selbst richten.
00:02:13: Wenn jemand sich selbst verletzt, wenn das Leben unerträglich erscheint, wenn der Wunsch aufkommt, einfach nicht mehr da zu sein.
00:02:22: Auch das gehört hierher.
00:02:25: Auch das nimmt Gott ernst.
00:02:28: Und genau deshalb schützt dieses Gebot das Leben so radikal nach außen und nach innen.
00:02:35: An dieser Stelle wird klar, wie aktuell das alte Gebot ist.
00:02:39: Ein Gebot, das wir oft viel zu schnell abhaken.
00:02:43: Das fünfte Gebot steht in Zweite Mose, zwanzig fährst dreizehn.
00:02:48: Du sollst nicht töten.
00:02:51: Jesus zeigt uns, wie tief dieses Gebot eigentlich geht.
00:02:56: In Matheos fünf, einundzwanzig bis zwanzig steht, ihr habt gehört, das gesagt ist, du sollst nicht töten.
00:03:05: Ich aber sage euch, wer seinen Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig.
00:03:11: Es geht nicht nur um Hände, es geht um Herzen, um Gedanken, um Worte, um Haltung, auch der Umgang mit uns selbst.
00:03:21: Ich glaube, wir übersehen oft einen Punkt.
00:03:25: Wir können dieses Gebot an uns selbst brechen, wenn wir innerlich aufgeben, wenn wir uns selbst verletzen, sichtbar oder unsichtbar, wenn wir mit uns sprechen, wie Gott es niemals tun würde.
00:03:39: Gott ist ein Gott des Lebens und ermeint auch dein Leben.
00:03:44: Lass uns gemeinsam beten.
00:03:52: und unsere Worte.
00:03:56: Du siehst auch die dunklen Stellen, über die wir kaum sprechen.
00:04:02: Bewahre uns davor, Leben zu zerstören, bei anderen und bei uns selbst.
00:04:12: Und führe uns zurück ins Leben.
00:04:15: Schritt für Schritt.
00:04:18: In Jesu Namen.
00:04:20: Amen.
00:04:21: Vielleicht magst du dich heute ganz ehrlich fragen.
00:04:24: Wo in meinem Denken?
00:04:28: Reden oder fühlen braucht das Leben gerade mehr Raum.
00:04:32: Bei anderen oder bei mir selbst.
00:04:36: Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
00:04:39: Gott steht immer auf deiner Seite des Lebens.
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