#18 Was regiert dein Herz wirklich?
Shownotes
- Persönliche Gedanken zur Frage: Was regiert mein Herz?
- Das erste der Zehn Gebote: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2. Mose 20,3)
- Eine freie, persönliche Übersetzung: Was regiert dein Herz?
- Alltägliche Beispiele für moderne „Götter“
- Gottes Gebote als liebevolle Richtlinien und Schutz
- Vertrauen lernen statt sich selbst zu tragen
- Bibelstellen:
- Matthäus 6,21
- SprĂĽche 3,5
- Hesekiel 36,26
- Gemeinsames Gebet am Ende der Folge
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00:00:00: Hallo, schön, dass du wieder dabei bist.
00:00:02: Heute geht es in meiner Podcastfolge um das erste Gebot.
00:00:06: Und dann steht da dieses erste Gebot, ganz am Anfang, noch bevor Gott ĂĽber unser Tun spricht.
00:00:14: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
00:00:17: Das erste Gebot findest du in Zweite Mose, zwanzig fährst drei.
00:00:22: Und wenn ich das ganz frei, ganz persönlich übersetze, dann höre ich da drin, nicht zuerst ein Verbot.
00:00:30: Ich höre eine Frage, eine leise, ehrliche Frage Gottes an dein und mein Herz.
00:00:38: Was regiert dein Herz?
00:00:42: Worauf verlässt du dich, wenn es wackelt?
00:00:46: Wohin gehst du, wenn es innerlich unruhig wird?
00:00:50: Was gibt dir schneller Sicherheit als ich?
00:00:54: Denn genau das nimmt in unserem Leben den Platz eines Gottes ein.
00:01:01: Nicht weil wir es so nennen, sondern weil wir ihm unser Vertrauen geben.
00:01:07: Und diese Frage lasse ich nicht nur bei mir stehen.
00:01:11: Vielleicht darf sie auch heute ganz liebevoll bei dir landen.
00:01:17: Was regiert dein Herz?
00:01:22: Wir haben heute keine goldenen Götzen mehr, keine Statuen, keine Altäre aus Stein.
00:01:27: Aber wir haben viele Dinge, die ganz leise, fast unbemerkt unser Herz regieren.
00:01:33: Und ich sage das nicht von oben herab.
00:01:36: Ich sage das mitten aus meinem eigenen Leben.
00:01:40: Ich greife oft zum Handy, wirklich oft, nicht nur um jemanden zu schreiben.
00:01:46: Ich plane, ich gestalte, ich poste, ich recherchiere, ich Google.
00:01:51: Ich denke voraus, ich baue Gedankenschlösser, ich scrolle, ich verliere mich in Möglichkeiten.
00:01:59: Und irgendwann habe ich gemerkt, das ist nicht nur Produktivität.
00:02:04: Das ist nicht nur Organisation.
00:02:07: Das ist auch Ablenkung.
00:02:10: Ablenkung, um nicht still zu werden.
00:02:14: Ablenkung, um nichts fĂĽhlen zu mĂĽssen.
00:02:17: Ablenkung, um... mich nicht mit dem auseinanderzusetzen, was innerlich gerade eigentlich dran wäre.
00:02:26: Und dann stoĂźe ich auf das erste Gebot, ganz am Anfang, noch bevor es um tun oder lassen geht.
00:02:38: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
00:02:43: Das ist das erste Gebot und das findest du in Zweite Mose, zwanzig fährst drei.
00:02:52: und plötzlich klingt das nicht hart, nicht streng, nicht bedrohlich, sondern ehrlich, aktuell, liebevoll, klar.
00:03:04: Denn dieses Gebund meint nicht alte Zeiten, es meint jetzt, unser heute, unser Herz.
00:03:13: Ich kenne Menschen, die sagen, abends brauche ich unbedingt den Fernseher, sonst halte ich den Tag nicht aus.
00:03:22: Nicht weil sie oberflächlich sind, sondern weil sie innerlich müde sind, leer überfordert.
00:03:29: Ich kenne Menschen, die sich in Computerspielen verlieren, nicht aus SpaĂź, sondern weil dort Kontrolle ist und das echte Leben gerade zu viel ist.
00:03:41: Ich kenne Menschen, die brauchen Alkohol, um herunterzukommen oder um sich ĂĽberhaupt noch zu spĂĽren.
00:03:50: Ich kenne Menschen, die ständig arbeiten, immer leisten, immer funktionieren, weil Stillstand Angst macht.
00:03:59: Ich kenne Menschen, die sich selbst inszenieren, sich zeigen, sich beweisen.
00:04:07: Nicht weil sie sich so toll finden, sondern weil sie hoffen, endlich genug zu sein.
00:04:15: Und ich kenne das alles auch von mir, wo dein Schatz ist.
00:04:20: Da wird auch dein Herz sein.
00:04:23: Das steht in Matthew, Sechs, Vers, Einundzwanzig.
00:04:27: Und ja, das trifft mich eingeschlossen.
00:04:32: Das erste Gebot fragt nicht, was darfst du nicht?
00:04:37: Es fragt, woran hängt dein Herz?
00:04:42: Was gibt dir Sicherheit schneller als Gott?
00:04:45: Was greifst du reflexartig, wenn es innerlich unruhig wird?
00:04:53: Was spricht dir Halt und lässt dich am Ende doch leer zurück?
00:04:59: Was greifst du reflexartig, wenn es innerlich unruhig wird?
00:05:03: Was verspricht dir Halt und lässt dich am Ende doch leer zurück?
00:05:09: Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und stĂĽtze dich nicht auf deinem eigenen Verstand.
00:05:17: SprĂĽche drei Vers fĂĽnf.
00:05:19: Und genau da merke ich.
00:05:22: Ich stĂĽtze mich oft auf mein Tun, auf mein Wissen, auf mein Machen, auf mein Handy, auf mich selbst, nicht weil Gott mir egal ist, sondern weil ich gelernt habe, stark zu sein, mich selbst zu tragen, durchzuhalten.
00:05:40: Und Gott kommt nicht mit VorwĂĽrfen.
00:05:43: Er sagt nicht, warum vertraust du mir nicht?
00:05:46: Er sagt leise, du musst dich nicht selbst tragen.
00:05:51: Das erste Gebot ist keine Machtdemonstration.
00:05:56: Es ist ein Schutz.
00:05:58: Wie Eltern, die sagen, fast da nicht rein.
00:06:02: Nicht weil sie uns ärgern wollen, sondern weil sie wissen, dass es weh tut.
00:06:09: Ich bin der Herr dein Gott, zweite Mose, zwanzig fers zwei.
00:06:16: Nicht dein Kontrolleur, nicht dein Antreiber, sondern Dein Halt!
00:06:25: Ich gebe euch ein neues Herz und lege ein neuen Geist in euch.
00:06:31: Helsinki, thirty-six, twenty-six.
00:06:35: Nicht Druck, nicht Leistung, sondern Hilfe.
00:06:42: Ich möchte beten.
00:06:45: Vater im Himmel, du siehst uns.
00:06:48: Du siehst unser Herz, unsere Unruhe, unsere Ablenkungen, unsere Sehnsucht.
00:06:56: nach Halt.
00:06:59: Du weißt, womit wir uns betäumen, wohin wir flüchten, woran wir uns festhalten, wenn es innerlich laut wird, und wir bringen dir das jetzt.
00:07:15: Ohne Charme, ohne Ausreden, alles, was wir an deiner Stelle gesetzt haben, nicht weil wir dich ablehnen, sondern weil wir mĂĽde sind.
00:07:33: Schenke uns ein neues Herz.
00:07:36: Ein Herz, das dir wieder vertraut.
00:07:40: Ein Herz, das nicht von Ersatz lebt.
00:07:44: Ein Herz, das Ruhe findet bei dir.
00:07:49: Hilf uns, Schritt fĂĽr Schritt loszulassen.
00:07:55: Was uns mehr nimmt, als gibt.
00:07:59: Und leere uns, dir wieder den Platz zu geben, der uns nicht bindet.
00:08:05: sondern freimacht.
00:08:08: Ich bete das für mich und ich bete das für jeden, der gerade zuhört, für jeden, der sucht, für jeden, der kämpft, für jeden, der müde ist.
00:08:23: Amen.
00:08:24: Und weißt du, wir können uns nicht ständig fragen, warum die Welt so kaputt ist, warum alles so weh tut, warum so vieles schief läuft.
00:08:33: wenn wir gleichzeitig Gottes liebevollen Richtlinien komplett ignorieren.
00:08:38: Diese Gebote sind keine Fesseln, sie sind Schutz, wie Leitplanken, wie Eltern, die ihr Kind warnen, weil sie wissen, wo es gefährlich wird.
00:08:51: Und ja, wenn wir nicht darauf hören, dann fallen wir manchmal auf die Nase, nicht weil Gott uns fallen lässt, sondern weil wir es besser wissen wollten.
00:09:04: Das erste Gebot lädt uns ein, unser Herz wieder richtig aufzurichten.
00:09:11: Nicht aus Angst, sondern aus Vertrauen.
00:09:16: Vielleicht ist heute nicht der Tag, alles zu ändern.
00:09:20: Aber vielleicht ist heute der Tag, ehrlich hinzuschauen.
00:09:26: Was regiert mein Herz?
00:09:29: und tut mir das wirklich gut.
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